Strukturierung der Zünfte

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    • Strukturierung der Zünfte

      Liebe MitspielerInnen

      Sollte es dazu schon eine Diskussion gegeben haben, klärt mich gerne auf, ich habe jedoch im Forum nichts gefunden, deswegen hier mein Text:


      Ich bin gerade selbst an dem Punkt im Rp angelangt, dass ich einer Zunft beigetreten bin und mir ist der Einfall gekommen, dass man (1) den Gesellschaftlichen Stand Zunftbürger vielleicht in Zunftlehrling, Zunftgeselle und Zunftmeister unterteilen könnte, sodass der Lehrling noch nicht alles herstellen kann, was der Meister zustandebringt.

      Das hätte im Rollenspiel dann den gewaltigen Vorteil, dass (ich nehme mal den Beruf des Magisters als Beispiel) man nicht direkt zu seinem Grundstück rennt und eine Uhr craftet (die Idee kam mir erstmal, habe sie dann aber doch verworfen),
      sondern tatsächlich bei einem Meister in die Lehre gehen muss, der einen dann bei der Elderfrau als würdig für den Gesellenstand einstufen würde. Danach sollte man sich dann finde ich erstmal eine Weile in dem Beruf beweisen.

      Damit wäre ich bei einem anderen Punkt angekommen.(2) sollte es einen Stand des Zunftmeistes geben könnte es vielleicht einen Zunftrat (aus Meistern ja nach Anzahl der Zunftangehörigen bestehend) geben, der einen Gesellen in den Stand des Meisters erhebt, sobald er ihn für würdig befinden.

      (3)Ein weiterer Vorschlag wäre von mir, dass man bereits als Beisasse Lehrling werden kann, sodass man besser am Rp teilnehmen kann und nicht permanent in der Mine unterwegs ist.


      Der Vorteil wäre denke ich, dass es einem zu früherer Zeit im Spiel mehr Rollenspielmöglichkeiten gibt, es noch mehr "Zwischenziele" zwischen Knecht und Patrizier gibt und die Zunft als Verband mehr Relevanz erhält.

      Das waren jetzt mal ein paar Ideen von mir, die sicherlich noch nicht ausgereift sind und ob das technisch umsetzbar ist, vermag ich erst recht nicht zu sagen, aber ich dachte, ich stelle das einfach mal zur öffentlichen Diskussion.
      Ihr könnt Euch ja auf die Zahlen (1,2,3) beziehen.



      Viele Grüße,
      Ned
    • Hallo Ned,

      danke für deinen Vorschlag. Auch ich habe diese Art von Idee schon Intern angesprochen, doch haben wir uns vorerst dafür entschieden, diese Idee nach hinten zu verschieben und später zu gucken, ob man so etwas umsetzen kann. Momentan steht erstmal die Reformation der Rechtsprechung an und die komplette Berufsvergabe und somit auch das komplette Berufssystem umzukrempeln erfordert viel Zeit und Arbeit, welche wir momentan in andere Bereiche dringender benötigen. Trotzdem finden wir diese Art von Idee sehr ansprechend und falls du noch weitere Ideen dazu hast, schreibe sie doch bitte mir in einem Telegramm, damit ich diese auch berücksichtigen kann und mehr Ideen kriege.
      Doch wie gesagt, es würde noch dauern, falls wir dies so in der Art tatsächlich durchführen wollen.

      LG Lucas
      Gezeichnet
      Elderfrau Ella
      von Treuburg
    • Zum Gruße, allerseits!

      Ich weise hiermit darauf hin das ich mit diesem Text nur meine eigene Meinung vertrete und niemanden in irgend einer Weise angreifen möchte.

      Ich muss sagen das mir diese Ideen im allgemeinen sehr gut gefallen und ich darin wie Xerxes großes Potential sehe, sie erscheinen mir jedoch, unter anderem in Berücksichtigung der momentanen Probleme bezüglich der Orden, als nicht ganz ausgereift. Sollte man den Stand Zunftbürger noch in drei weitere Ränge unterteilen würde dies den ohnehin schon schwierigen Rangaufstieg vom Unbekannten zum Patrizier (bzw. zu einem der ersten Ordensränge) noch deutlich verkomplizieren und verlängern. Und dies ist meiner Meinung nach das genaue Gegenteil von dem was momentan oder auch in Zukunft getan werden sollte.
      Somit müsste man nicht nur zuerst einen Meister finden, sondern sich von diesem auch noch eine Zeit lang unterweisen lassen und dann womöglich noch in den Rang eines Zunftmeisters erhoben werden um, allein schon aus rollenspielerischer Sicht, für eine Patrizieraufgabe in Frage zu kommen, da der König selbstverständlich nur die besten Zunftwaren annehmen wird.
      Zudem noch aus Gameplaytechnischer Sicht, da nach deiner ersten Idee nur Zunftmeister alles herstellen könnten was dann wahrscheinlich zu liefern ist.

      Den möglichen Beitritt in einen Orden noch weiter zu erschweren und zu verzögern halte ich persönlich, unter anderem wegen dem momentanen Mitgliedermangel und auch der Motivation welche m.M.n währen des beschwerlichen Rangaufstieges nach und nach verschwindet, für eine schlechte Idee.

      Deine zweite Idee gefällt mir wiederum sehr gut. Ein Zunftrat könnte durchaus interessant sein und das Rollenspiel und die Wirtschaft wieder etwas in Schwung bringen. So könnte ein solcher Rat ggf. auch Entscheidungen innerhalb der Zunft treffen, z.B. Preise von Produkten der jeweiligen Zunft allgemein anpassen und somit Einfluss auf die Wirtschaft nehmen. Ob solche Beeinflussungen der Wirtschaft auf Medi überhaupt gewünscht sind ist natürlich eine andere Frage, ich persönlich denke jedoch das solche Möglichkeiten durchaus interessant sein könnten und mehr Rollenspiel in die Wirtschaft bringen könnten.

      Bei Punkt drei scheiden sich mir ein wenig die Geister. Einerseits gefällt mir die Idee gut, andererseits jedoch auch wieder nicht. Es würde sicherlich den Beisassen mehr Möglichkeiten geben sich selbst in das Rollenspiel zu integrieren, den Rang des Bürgers jedoch eher in eine Art "Verzögerung" verwandeln. Außerdem denke ich das es ein wenig kompliziert wäre zu erklären:„ Du darfst jetzt einer Zunft als Lehrling beitreten, jedoch erst ab dem Rang des Zunftbürgers beginnen vernünftig in der Zunft zu arbeiten.“ Das ist nun vielleicht ein wenig übertrieben, so wäre jedoch das Prinzip.

      Als Fazit kann ich sagen das mir deine Ideen an sich gut gefallen, ich diese jedoch nicht ganz zu Ende gedacht und auf Grund einiger aktueller Probleme für eher kontraproduktiv halte.

      Dies sollte jedoch auch nur einmal meine Meinung wiedergeben und einige ggf. noch unberücksichtigte Aspekte in eine potenzielle Diskussion einfließen lassen.

      LG

      EnderJonas1
      :bookshelf: :brewingstandblock: Einzig das etwas unmöglich ist , ist wahrhaftig unmöglich :brewingstandblock: :bookshelf:
      :bookshelf: gez. Johan Jod :bookshelf:
    • Lieber Enderjonas,

      als Urheber des Textes, auf den du dich beziehst, erlaube ich mir, wie gewünscht, auf den Teil deiner, größtenteils konstruktiven, negativen Kritik einzugehen und ein paar Änderungen an meinem Vorschlag vorzunehmen, auf dass er dir und den anderen besser gefallen möge, da du in der Idee ja an sich "großes Potential" siehst.

      Dazu möchte ich erstmal deine Kritikpunkte wiedergeben:

      1. Die Aufspaltung des Zunftbürgers in drei Ränge verkompliziert und verlängert den bereits beschwerlichen Aufstieg vom Unbekannten zum Patrizier, während dem leicht die Motivation verloren gehen kann.
      2. Es könnte schwierig sein, einen Meister zu finden.
      3. Es sollte nicht nur der Meister alles anfertigen können.
      4. Der Beisasse bekommt zwar mehr Möglichkeiten, am Rollenspiel teilzunehmen, der Rang des Bürgers ist jedoch eher eine Art Verzögerung.
      5. Man darf erst als Zunftbürger vernünftig in der Zunft arbeiten.
      Zu 5.: Genau so funktioniert die Zunft, der Steinmetzlehrling hat schon damals keinen Dom gebaut (freundlich gemeinte Übertreibung zur Veranschaulichung) und so würde auch kein Lehrling eine Uhr zustande bringen.

      Zu 1 und 4: Zuallererst möchte ich präzisieren, dass die Verlängerung lediglich darin besteht, dass man bei einem Meister in die Lehre geht, da man im vorgeschlagenen System nicht mehr Gold aufbringen muss. Ich selbst habe gemerkt, dass mir dieser Rollenspielaspekt sehr viel Spaß macht (Ein Hoch auf Gundrian) und es sehr motivierend ist, einmal das Gefühl zu haben, einen Schritt weiter weg vom Knecht und der Mine gekommen zu sein. Ich denke, dass auch gerade der frühe Eintritt in die Zunft als Lehrling und das damit verbundene Rollenspiel dazu beitragen könnten, neue Spieler bei Laune zu halten, da man endlich das Gefühl hat nicht mehr ganz am unteren Ende der hierarchischen Leiter festzuhängen.
      Und ja, ein wenig komplexer ist das vorgeschlagene Zunftsystem schon, aber ich sehe genau darin seine Stärke, da auf dem (wie du selbst schilderst) beschwerlichen Aufstieg zum Patrizier noch mehr Einzelstufen erreichbar sind, die einem erreichbare Ziele (-> Motivation) vor Augen führen.

      Bei dem Punkt, dass der Rang des Bürgers eine Verzögerung darstellen würde, gebe ich dir vollkommen Recht, ich sah auch im Rang des Beisassen bisher diese Schwäche. Um auch auf 3 einzugehen, ein Änderungsvorschlag, der mir sehr gut gefällt, würde ich nun im Fazit meinen neuen Änderungsvorschlag darlegen, der wie gewünscht weniger komplex ausfällt.


      Der Rang des Beisassen wird durch den Rang des Zunftlehrlings ersetzt. Man muss nur die Lehrgebühren entrichten (kann auch gerne etwas mehr sein als bisher) um in diesen aufzusteigen und bekommt wie altbekannt ein neues Grundstück zugewiesen.
      Der Zunftbürger kann alle Waren seiner Zunft und somit mehr als der Zunftlehrling herstellen (zB. der Magister dann auch Kompass und Uhr)
      Der Zunftmeister und Zunftälteste ist kein programmierter Rang, jedoch werden zu Beginn Zunftmeister bestimmt (Spieler die bereits lange im Beruf sind), die dann weitere ernennen können und wie im alten Vorschlag einen Ältesten ernennen. Dieser Rang wird dann allgemein anerkannt und durch ein Zertifikat des erstgewählten Ältesten, der Elderfrau, oder des Königs, ähnlich der Lehrbescheinigung, ausgezeichnet.

      Programmierungstechnisch müsste man also den Rang des Beisassen in Zunftlehrling umbenennen und dem Zunftlehrling die Rechte zu ein paar Rezepten geben, das wäre vielleicht machbar.

      Zu 3. vermag ich nichts zu sagen, aber in dem Falle, dass sich kein Meister finden lässt, fände ich es rollenspieltechnisch nur sinnvoll, wenn man sich die Dinge selbst beibringt und eben als Zunftbürger soweit gekommen ist, dass man alles anfertigen kann und dann nach kurzer Zeit zum Meister ernannt wird, damit es Struktur in der Zunft gibt.

      Ich bin offen für jede Kritik und Verbesserungsvorschläge und dies ist mitnichten eine Forderung, dass die Ideen umsetzt/in Bälde umgesetzt werden ;)

      Liebe grüße,
      Ned

      Anhängsel:
      Lieber Enderjonas,
      ich möchte an der Stelle auch noch eine freundlich gemeinte Kritik an deiner Kritik äußern. Du hättest sehr gerne Änderungsvorschläge darlegen können, ich persönlich finde dies einen besseren Weg, als etwas nur zu kritisieren, ohne selbst Verbesserungsvorschläge anzubieten (hier jetzt die Möglichkeit ;) ). Auch habe ich mir wie du siehst durchaus Gedanken gemacht und eine Idee mit "nicht zuende gedacht und kontraproduktiv" abzustempeln, ohne selbst weiterzudenken, was sie zu einer produktiven Idee machen würde, finde ich generell etwas schade.
      Wie gesagt nicht persönlich gemeint und nur auf diese spezifische Kritik deinerseits bezogen.
      LG, Ned
    • Ich grüße euch zusammen.

      Wieso bildet man nicht einfach eine Gilde?
      Ich habe das auch gemacht.

      Diese besteht aus, Sattlermeister(meiner Wenigkeit), Genosse und Lehrling. Gerne kannst du bei Taverne zum Grünen Drachen dich dort genau reinlesen.
      Es muss nicht direkt eine Berufliche Änderung in dieser Hinsicht geben, da die Möglichkeit besteht es RPlich einfach aus zu spielen.
      Zudem kann man einen schönen internen Spielerhandel erschaffen und somit auch viele Berufe, wie gerade der Sattlerei z.B., wieder auf erleben.
      Der Handel zwischen Gilden war früher im Mittelalter, später natürlich auch, eine sehr wichtiger Bestandteil der Zünfte.

      Zudem wäre es auch eine Idee eine Art Zunftkasse wie es früher war einzuführen. Dort zahlte man einen gewissen Beitrag ein um die Lehrlinge/Genossen den Aufstieg zu erleichtern. Denn es war nicht einfach in eine Zunft zu gelangen, weil es unmengen Gelder kostete. Was ich mit diesen Worten sagen möchte ist: Bildet eine Zunft- und Gildengeschmeinschaft. Somit könnt ihr, meiner Meinung nach, das gleiche bewirken.

      Zudem: Beisasse als Lehrling. Das würde ich gar nicht machen. Sondern ich würde als Bürger einen Patrizier(ein Meister seines Berufes) nach einer Lehrstelle benachrichtigen. Dort kann er dann 2-3 Monate, wie es üblich war, die ersteren Handwerksgeschicke des Berufes erlernen. Sieht der Lehrmeister ihn/sie als fähig und überreicht ihm die Genossenschaft, dann kann er gleich zur Elderfrau gehen und sich als Zunftbürger eintragen lassen. Zeitgleich sammelte man schon Erfahrung und kann sich auch besser mit der Elderfrau auseinandersetzen.


      Deine Punkte sind gut angesprochen. Zwar gebe ich keine direkte Kritik, aber eine Idee auf den Weg.
      ~Patrizierin Helena Adelhaid Hohenstein aus Keldorn
      :medievalcraftklein:
    • Hallo,
      so sehr ich eure Ideensammlung schätze muss ich euch hier an ein paar Punkten unterbrechen. Die Berufe auf Medi sind zwar ein zentrales System des Rollenspiels auf diesem Server aber nicht das zentrale System. In euren Ideen wollt ihr fast den kompletten Aufstieg nur vom Beruf abhängig machen. Dabei scheint es dann Pflicht zu sein, als Beisasse einer Zunft beizutreten um dann statt "Beisasse" "Zunftlehrling" zu sein. Das heißt um Aufzusteigen müsste man nicht nur den benötigten Goldbetrag aufbringen, sondern sich auch schon einer Zunft anschließen. Dass heißt schon der einfache Knecht muss sich zwangsläufig einen Beruf aussuchen, den er 3 Ränge später erlernt.

      Zudem gebe ich Gramazar vollkommen recht. Eine Vielzahl dieser Vorschläge könnte man auch einfach Rp-lich umsetzen. So gibt es eine Plattnergilde, die zum Beispiel einen Lehrling aufnimmt und wenn er sich gut macht, erhält dieser das Gold für den Beruf durch die entsprechende Gilde. Generell sind alle komplexeren Erweiterungen des Berufssystems immer an den Faktor der Automatisierung gebunden, da keine Frustration durch fehlende Meister, etc. entstehen soll. Auch Spieler, die nicht gerne so viel Rp machen, sollten berücksichtigt werden, weshalb der Weg, jeden zu verpflichten einer Zunft beizutreten auch nicht der Richtige ist.

      Da eine solche Automatisierung und somit eine komplexere Erweiterung des Berufssystems Zukunftsmusik ist und sehr großen Aufwand benötigt, den wir wie gesagt momentan dringender an anderen Stellen benötigen, empfehle ich euch erstmal, sich an den rplichen Weg zu halten. Versucht doch vielleicht selber eine solche Gilde zu gründen, ...
      Gezeichnet
      Elderfrau Ella
      von Treuburg