[Geschichte] Aus purem Gold

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    • [Geschichte] Aus purem Gold

      Während einer Kutschfahrt von Repugnaria nach Keldorn erzählte ein alter, gebrechlicher Mann eine unglaubliche Geschichte…

      „Mein Name ist Chap. Kennt ihr schon die Geschichte von einem kleinen Jungen aus Erianor. Niemand wusste wie er hieß, oder aus welchem Dorf er kam. Man fand ihn einfach eines Morgens im Hafen von Elyria. Schon nach kurzer Zeit sammelte sich eine größere Menschenmenge um ihn herum, denn der schuhlose, in Lumpen gekleidete Junge war augenscheinlich etwas Besonderes. Seine Füße waren aus purem Gold.

      Je mehr Bewohner sich um den Jungen versammelten, umso lauter wurden zwei Meinungen, was mit dem entkräfteten Jungen geschehen solle. Die einen stellten sich schützend vor ihn, die anderen blickten gierig auf seine schimmernden Füße. Die zu Beginn lautstark geführte Diskussion brach nach kurzer Zeit in einen heftigen Streit aus und drohte zu einem ernsten Konflikt zu werden. Auch die hinzugerufenen Wachen konnten die aufeinander losgehenden Gruppen nicht beruhigen.

      Unter den Beschützern war auch ein Adept Mirans, der sich mutig den gewaltbereiten Neidern in den Weg stellte. Doch sein Mut wurde durch den ersten Stein niedergeschmettert. Mit einer stark blutenden Kopfverletzung sank der Adept neben den Jungen und blieb stöhnend liegen.
      Aufgeschreckt durch die rohe Gewalt und den stark blutenden Adepten stotterte der Junge nur zwei Worte: Ke-Ke-Keldorn und Ze-Ze-Zeugschmied. Und im nächsten Moment sprang der Junge auf und überraschte die aufgebrachte Menge mit seiner Beweglichkeit. Er huschte zwischen den Anwesenden hindurch, rannte mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit über den Marktplatz und verschwand nach wenigen Sekunden zwischen zwei Häusern aus der Stadt.

      Der kleine Junge ließ eine stillgewordene, verblüfte Menge zurück, die sich fragte, woher der Junge kam, wie sein Name war und wodurch der schmächtige Junge mit den goldenen Füßen so schnell laufen konnte.“

      Als der Greis mit der Geschichte zum Ende kam, hielt auch schon die Kutsche in Keldorn. Der Greis lächelte verschwiegen und flüsterte:

      "Vielleicht trifft man ja den Jungen auf dem Weg nach Keldorn, wenn man gewillt ist auch mal zu Fuß zu gehen."

      Darauf verschwand der Greis ungewöhnlich schnell zwischen den Reisenden, die schon auf die Kutsche gewartet hatten.

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      Während einer Kutschfahrt von Repugnaria nach Keldorn erzählte mir ein alter, gebrechlicher Mann eine unglaubliche Geschichte…


      „Es war einmal ein kleiner Junge. Keiner wusste wo der Junge herkam, oder wie er hieß. Man fand ihn eines Morgens im Hafenviertel von Elyria.

      Schon nach kurzer Zeit sammelte sich eine größere Menschenmenge um ihn herum, denn der schuhlose, in Lumpen gekleidete Junge war augenscheinlich etwas Besonderes. Seine Füße waren aus purem Gold.


      Je mehr Bewohner sich um den Jungen versammelten, desto lauter wurden zwei Meinungen, was mit dem entkräfteten Jungen geschehen solle. Die einen stellten sich schützend vor ihn, die anderen blickten gierig auf die goldenen Füße. Die zu Beginn lautstark geführte Diskussion brach in einen heftigen Streit aus und drohte zu einem ernsten Konflikt zu werden. Auch die hinzugerufenen Wachen konnten die aufeinander losgehenden Gruppen nicht beruhigen.


      Unter den Beschützern war ein Adept Mirans, der sich mutig den gewaltbereiten Neidern in den Weg stellte. Sein Mut wurde durch den ersten Stein niedergeschmettert. Mit einer stark blutenden Kopfverletzung sank der Adept neben den Jungen und blieb stöhnend liegen.

      Aufgeschreckt durch die rohe Gewalt und die stark blutende Wunde stotterte der Junge nur zwei Worte: Ke-Ke-Keldorn und Ze-Ze-Zeugschmied. Plötzlich sprang der Junge auf und überraschte die aufgebrachte Menge mit seiner flinken Beweglichkeit. Er sprang zwischen den Anwesenden hindurch und rannte mit einer enormen Geschwindigkeit über den Marktplatz und verschwand nach wenigen Sekunden zwischen zwei Häusern aus der Stadt.


      Der kleine Junge ließ eine stillgewordene, verblüfte Menge zurück, die sich fragte, woher der Junge kam, wie sein Name war und vor allem, wodurch der Junge mit den goldenen Füßen so schnell laufen konnte.“





      Als der Greis mit der Geschichte zum Ende kam, hielt auch schon die Kutsche in Keldorn. Ich wollte den Mann noch fragen, ob er den Jungen seither wiedergesehen hat, doch da war er schon zwischen den Händlern und Reisenden, die auf die Kutsche gewartet hatten verschwunden.

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